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Wurmkur beim Hund: Aber hat mein Hund überhaupt Würmer?

vor 11 Minuten
5 Min. Lesezeit
Hund beim Kotabsatz

Es heißt ja immer wieder, dass man seinen Hund regelmäßig entwurmen sollte, und oft wird das fast wie eine feste Routine behandelt, über die man gar nicht mehr groß nachdenkt. Das hat mir auch eine Umfrage auf unserem Instagramkanal bestätigt. Der Großteil der Hundehalter:innen entwurmen ihren Hund 1-4x jährlich. Und zwar blind.

Und das ist auch gar nicht primär die eigene Schuld. Einige Tierärzte sind hier leider um wenig Aufklärung bemüht und verkaufen uns lieber das was am effizientesten Geld bringt und möglichst wenig Aufwand bedeutet. Klingt hart, ist aber so. 


Denn ganz ehrlich - wer von uns war noch nicht in der Situation, in der der Tierarzt fragt wann die letzte Entwurmung war und unabhängig der Antwort wird einem auch schon eine Wurmkur verrechnet und in die Hand gedrückt? Eben.


Wurmkur beim Hund: Aber hat mein Hund überhaupt Würmer?

Warum aber sollte man seinem Hund prophylaktisch ein Medikament geben, wenn man gar nicht weiß, ob überhaupt Würmer vorhanden sind?


Eine Wurmkur ist schließlich kein harmloses Nahrungsergänzungsmittel, sondern ein Medikament mit einem ganz konkreten Zweck: vorhandene Parasiten abzutöten. Wenn ein Hund tatsächlich Würmer hat, kann eine solche Behandlung natürlich wichtig und sinnvoll sein. Aber die Vorstellung, in regelmäßigen Abständen auf Verdacht zu behandeln, ohne vorher überhaupt überprüft zu haben, ob eine Behandlung notwendig ist, ist schon sehr schräg.

Dazu kommt, dass eine Wurmkur den Hund nicht langfristig vor einer Neuinfektion schützt. Sie wirkt gegen die Parasiten, die zum Zeitpunkt der Behandlung vorhanden und für den jeweiligen Wirkstoff erreichbar sind, aber sie verhindert nicht, dass sich der Hund kurze Zeit später erneut ansteckt. Darüber hinaus kann eine solche Wurmkur auch Nebenwirkungen verursachen. 


Genau dieser Punkt war für mich entscheidend: Wenn eine Wurmkur weder eine dauerhafte Schutzwirkung hat noch automatisch bedeutet, dass zum Zeitpunkt der Gabe überhaupt Würmer vorhanden waren, möchte ich lieber zuerst kontrollieren und dann - wenn nötig - gezielt behandeln. Aber eins nach dem anderen.


Muss man einen Hund wirklich regelmäßig alle paar Monate entwurmen?

Wie häufig ein Hund entwurmt oder alternativ auf Würmer untersucht werden sollte, lässt sich nicht pauschal für jeden Hund gleich beantworten, weil das individuelle Risiko eine große Rolle spielt. Ein Hund, der regelmäßig Mäuse oder Aas frisst, rohes Fleisch oder Innereien bekommt, unbeaufsichtigt draußen unterwegs ist, sehr viel Kontakt zu anderen Tieren hat oder in bestimmte Regionen reist, kann ein anderes Infektionsrisiko haben als ein Hund, bei dem all diese Faktoren keine Rolle spielen.

Deshalb sind starre Aussagen wie „jeder Hund muss alle drei Monate entwurmt werden“ problematisch. Viel sinnvoller ist es aus meiner Sicht, sich anzusehen, wie der eigene Hund tatsächlich lebt, welche Risiken vorhanden sind und wie häufig eine Kontrolle oder Behandlung in diesem individuellen Fall sinnvoll ist. Bei dem einen Hund kann eine Kontrolle alle 3 Monate sinnvoll sein, bei einem anderen wiederum reichen 1-2 Kontrollen pro Jahr.


Wie gefährlich sind Würmer für den Hund?

Je nachdem, um welche Wurmart es sich handelt und wie stark ein Hund befallen ist, können Würmer sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Möglich sind unter anderem Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust, Bauchbeschwerden, ein schlechter Allgemeinzustand, Veränderungen am Fell, Nährstoffmängel oder Blutarmut. Bestimmte Lungenwürmer können zusätzlich zu Husten, Atemproblemen oder Kreislaufbeschwerden führen, während andere Parasiten vor allem den Darm belasten.

Besonders bei Welpen, älteren Hunden oder Tieren mit Vorerkrankungen kann ein starker Befall problematisch werden. Manche Wurmarten sind außerdem nicht nur für Hunde relevant, sondern können unter bestimmten Umständen auch auf Menschen übertragen werden.


Ist eine Wurmkur gut oder schlecht?

Natürlich sind moderne Wurmmittel grundsätzlich dafür entwickelt, sicher und wirksam eingesetzt zu werden, und wenn meine Hündin tatsächlich einen nachgewiesenen Wurmbefall hätte, würde ich sie selbstverständlich behandeln lassen. Trotzdem bleibt eine Wurmkur ein Medikament, und wie bei anderen Medikamenten können auch hier Nebenwirkungen auftreten, etwa Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder weicher Kot.

Die Frage sollte also gar nicht sein, ob Wurmkuren grundsätzlich „gut“ oder „schlecht“ sind. Die entscheidende Frage ist vielmehr, ob man ein Medikament geben möchte, wenn man vorher die Möglichkeit hat, zumindest zu überprüfen, ob überhaupt ein Wurmbefall nachweisbar und ein Medikament somit notwendig ist.

Auch das Thema Resistenzen spielt dabei zumindest grundsätzlich eine Rolle, weil Parasiten gegenüber bestimmten Wirkstoffen unempfindlicher werden können. Bei normal gehaltenen Haushunden ist das bislang zwar kein Problem, das man dramatisieren sollte, aber auch deshalb erscheint mir ein möglichst gezielter Einsatz von Medikamenten sinnvoller als eine vollkommen unspezifische Anwendung nach Kalender.


Kotuntersuchung statt Wurmkur

Statt einer regelmäßigen blinden und prophylaktischen Gabe von Medikamenten, bevorzuge ich die regelmäßige Untersuchung von Kotproben. Mit dieser Methode wird also nicht einfach auf Verdacht behandelt, sondern zunächst überprüft, ob Hinweise auf einen Parasitenbefall vorhanden sind.

Wenn bei einer Untersuchung etwas gefunden wird, kann anschließend gezielt behandelt werden. Bleibt die Untersuchung unauffällig, bedeutet das zwar nicht, dass der Hund für Monate garantiert frei von Würmern ist, aber man hat zumindest eine konkrete Momentaufnahme und kann die Kontrollen in sinnvollen Abständen wiederholen.


Ich mache mit meiner Hündin Cassie 2x im Jahr eine solche Kotuntersuchung. Hierfür verwende ich den Wurmtest Plus von vetevo. Dieser Test funktioniert komplett unabhängig von Tierarztterminen, ist unkompliziert und ganz einfach im Alltag durchzuführen. Der Test wird zuhause vorbereitet, die Kotproben werden gesammelt, gekühlt und anschließend zur Analyse ins Labor geschickt. Dann heißt es nur noch aufs Ergebnis warten.


vetevo Wurmtest Plus Hund

Beim Plus-Test werden verschiedene Parasiten untersucht; zusätzlich werden unter anderem Giardien und bestimmte Lungenwürmer berücksichtigt. 


So funktioniert der Test

Der erste Schritt ist sich über den QR Code in der kostenlosen vetevo-App zu registrieren, ein Profil anzulegen und den Test dem Haustier zuzuweisen. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil man später über die App den aktuellen Status des Tests live mitverfolgen kann und auch dort das Ergebnis bekommt.


Dann werden über 3 Tage Kotproben gesammelt. Am besten Samstag, Sonntag und Montagfrüh. Alternativ geht natürlich auch Freitag, Samstag und Sonntag. Die Kotproben müssen bis zum Versand im Kühlschrank gelagert werden. Damit die Proben möglichst schnell im Labor ankommen, schickt man die Proben am besten direkt Montagfrüh weg.


Warum 3 Kotproben? Weil eine einzelne Kotprobe nicht immer ausreicht. Wurmeier und Larven werden nicht unbedingt bei jedem Kotabsatz ausgeschieden. Deshalb werden für eine zuverlässigere Untersuchung Proben aus mehreren Kotabsätzen beziehungsweise von mehreren Tagen gesammelt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen vorhandenen Befall tatsächlich zu entdecken.

Auch eine Sammelprobe kann einen Befall allerdings nicht zu 100 % ausschließen und es ist und bleibt eine Momentaufnahme.


Der Test funktioniert wirklich sehr unkompliziert und man erhält das Ergebnis unglaublich schnell. Montagfrüh wurde unsere Probe weggeschickt und Donnerstagfrüh hatte ich das Ergebnis bereits zum Download in der App bereit.



Unser Ergebnis

Bei der Probe unserer Hündin wurden keine der untersuchten Parasitenarten nachgewiesen. Für mich gibt es deshalb aktuell keinen konkreten Befund, aufgrund dessen ich sie entwurmen würde. Gleichzeitig weiß ich, dass auch ein negativer Test nur eine Momentaufnahme ist, weshalb ich solche Untersuchungen in regelmäßigen Abständen und ganz individuell auf ihr Risiko abgestimmt, wiederhole.

vetevo Wurmtest Plus Hund Ergebnis

Funfact: Sie wurde bereits seit mehr als 2 Jahren nicht mehr entwurmt.


Für mich fühlt sich der Weg über regelmäßige Kotuntersuchungen deutlich logischer an als eine routinemäßige Entwurmung auf Verdacht. Ich möchte einen möglichen Wurmbefall weder unterschätzen noch unbehandelt lassen, aber genauso wenig möchte ich meine Hündin vorsorglich Medikamente geben, wenn man vorher zumindest ganz einfach überprüfen kann, ob überhaupt ein konkreter Grund dafür besteht.


Du möchtest deinen Hund auch auf Würmer testen?

Da die Tests von vetevo so unkompliziert und gut funktionieren und ich es jedem Hundehalter nur ans Herz legen kann vorher zu testen, habe ich einen besonderen Rabatt für dich organisiert!   

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vetevo Wurmtest Plus Hund

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